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5 Minuten DaF

Eins ist klar: Die Frankfurter Buchmesse ist alljährlich größtenteils ein Déjà-vu-Erlebnis, aber es gibt immer ein paar Sachen, die jedes Jahr zu etwas Einzigartigem machen.

 

von Vangelis Koukidis

 

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buchmesse52019 war ich zum elften Mal auf der Frankfurter Buchmesse. Seit 2009 bin ich jedes Jahr anwesend, mal als einfacher Fachbesucher, mal als Aussteller. Sie war immer schon etwas ganz Besonderes für mich: So viele Büchermenschen aus verschiedenen Ländern, so unglaublich endlose Messehallen, alle vollgepackt mit Büchern. Und die Chance sich auf diesem Bücher-Mekka mit Mitarbeitern und Kooperationspartnern treffen zu können, neue Kontakte zu knüpfen und den eigenen Markennamen auch in fernen Ländern bekannter zu machen, ist für einen Branchenliebhaber jedes Mal ein ganz magisches Gefühl, eine unvergleichbare Atmosphäre.

Solche Veranstaltungen erleben jedoch gerade einen starken Wandel. Nicht nur die gigantischen Messen, und nicht nur in der Buchbranche: Man beobachtet ganz deutlich, wie die alternativen Informationsquellen einen immer größeren Einfluss ausüben. Man braucht keine Messe mehr, um Produkte bzw. Dienstleistungen zu verkaufen. Nicht einmal eine viel kleinere, aber doch fachspezifischere Veranstaltung braucht man. Alles passiert online. Online kann man alles erfahren, was man über ein Produkt wissen muss, öfters auch viel mehr als man im persönlichen Kontakt herausfinden würde. Per Videoanruf bespricht man Geschäfte, über Online-Dienste kollaboriert man mit Mitarbeitern, auch wenn man einander gegenübersitzt.  

Deswegen schrumpft auch die Buchmesse in Frankfurt – langsam, aber beständig. Immer weniger Verlage treten auf – die Aussteiger sind nicht nur kleine Unternehmen –, immer kleiner werden bestimmte Bereiche wie etwa der des Non-Book. Und das ist im Vergleich zu anderen Marktbranchen noch nicht schlecht: die CeBiT in Hannover, eine der größten Technologieausstellungen der Welt, findet ab 2019 nicht mehr statt. Mehrere Technologiegiganten nehmen an entsprechenden Messen nicht mehr teil: Sony bei der CES in Las Vegas, Nikon, Leica und Olympus gehen nicht zur Photokina 2020. Für Unternehmen dieser Größe ist es klar, dass man solche Events nicht mehr braucht. Die Kosten sind enorm – man kann nicht erwarten, dass Sony beispielsweise entscheidet, einen halb so großen Stand wie üblich zu haben – und die Rentabilität sinkt ständig, wenn man sie mit alternativen Marketing-Kanälen vergleicht. Die Entscheidung ist also ziemlich selbstverständlich: Dieses Budget investiert man in andere Bereiche, in denen die Rentabilität viel höher ist, zum Beispiel in soziale Medien, Online-Auftritte, maßgeschneiderte Pop-up-Events, neue Produkte usw. 

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Für Deutsch als Fremdsprache war die Buchmesse nie besonders interessant. In den letzten 3-4 Jahren gab es zwar zunehmende Präsenz des DaF-, DaZ- und DaM (Stichwort „Flüchtlingskrise“ und „Wirtschaftsmigranten“), aber auf solchen Messen fühlt man sich als DaFler wie eine Nadel im Heuhaufen. In Frankfurt haben wir natürlich in diesen elf Jahren großartige spätere Kooperationspartner getroffen, deswegen bin ich auch immer hingefahren. Ich war jedes Mal gerne dort, weil ich ein absoluter Buchliebhaber bin und auch alles rund um das Buch liebe. Ich habe sehr gern zahlreiche Termine vereinbart, auch mit Personen, bei denen es klar war, dass nichts herauskommen würde, denn mich interessierte es immer schon zu wissen, wie andere Büchermenschen denken. Natürlich hatte ich Jahr für Jahr auch sehr wichtige Treffen mit unseren Partnern von Cornelsen, von CIDEB, von Grossisten und von anderen Verlagen.

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2019 war besonders interessant, denn wir hatten zum ersten Mal einen richtigen, wenn auch kleinen, eigenen Stand auf der Buchmesse. Das bedeutet, dass ich auch bei den Publikumstagen anwesend war, was für die meisten Fachbesucher aufgrund der Menschenmenge ein No-Go ist, aber was auch zu vielen tollen Diskussionen geführt hat. Und die vielen Termine, die ich hatte, waren am eigenen Stand viel gemütlicher. Hat es sich gelohnt? Ja. Würde ich es wieder machen? Vielleicht. Habe ich dort etwas getan, was ich nicht anders hätte machen können? Wahrscheinlich nicht. Ja, der persönliche Kontakt ist natürlich wichtig, aber für den braucht man keine Frankfurter Buchmesse. Ich reise oft nach Berlin und treffe die supernetten Kollegen von Cornelsen dort. Die CIDEB-Leute besuchen uns ab und zu in Athen. Die Partner aus Spanien, Ägypten und der Türkei besuche ich lieber in ihren Ländern, da können wir viel besser zusammenarbeiten. Mit neuen Kontakten kann man auch übers Internet kommunizieren, das kostet kein Geld und braucht weniger Zeit. Im Oktober sind wir im Verlag immer im Vollgas-Modus, drei Tage für so eine Reise kann man sich sparen.

Was bleibt also? Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich zum ersten Mal nach 2009 nicht zur Buchmesse fahren. Doch im August 2021 werden wir natürlich bei der IDT (Internationale Deutschehrertagung, DIE Veranstaltung für DaF und DaZ, findet alle vier Jahre anderswo statt) in Wien sein. Die ist natürlich vergleichsweise wichtiger als alle Buchmessen und -Ausstellungen, dort sind wir als Fachpersonen unter Fachpersonen präsent und das macht nicht nur viel mehr Sinn, sondern auch viel mehr Spaß. Und vielleicht fahre ich in ein paar Jahren wieder nach Frankfurt für die Buchmesse, wer weiß.

Ansonsten werden wir uns auf andere Sachen konzentrieren. Neue Produkte, vielleicht auch neue Produktarten, viel wird geplant. Andere Veranstaltungen als die, die man von uns erwartet. Und am wichtigsten: den noch direkteren Kontakt mit Ihnen allen – und das teilweise auf neuen Wegen. Mehr darüber erfahren Sie im Frühjahr 2020. Bleiben Sie dran!

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Immer mehr, immer besser!

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