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5 Minuten DaF

Es gibt zwei Gruppen von Lernern, die von einer Lehrerin bzw. einem Lehrer extra Mühe verlangen, wobei diese nicht unbedingt nur mit dem Sprachtalent oder der Lernaffinität des jeweiligen Lerners zusammenhängt, sondern auch mit anderen Aspekten verbunden ist.

 

von Vangelis Koukidis

 

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quereinsteiger und alte lerner

Die eine Gruppe sind die „Quereinsteiger“. Im Idealfall hat der/die neue KursteilnehmerIn bisher irgendwo anders Deutsch gelernt, seine/ihre Kenntnisse sind gut, also kann man ihn/sie im eigenen Kurs problemlos aufnehmen. Meistens haben wir aber als DeutschlehrerInnen kein so großes Glück und beim „Quereinsteiger“ haben sich kleine, mittelgroße oder gar große Lücken angehäuft, die das Weiterlernen behindern.

Die andere Gruppe sind die „alten DeutschlernerInnen“. Es handelt sich um Personen, die vor mindestens fünf Jahren mit dem Deutschlernen aufgehört haben, und die jetzt ihre Deutschkenntnisse auffrischen bzw. weiter ausbauen möchten. Doch nur ganz selten ist es so, dass man einfach weiterlernen kann. Die „alten DeutschlernerInnen“ sind natürlich kein neuer Trend, aber er hat in den letzten Jahren etwas zugenommen, weil die deutsche Sprache aus vielen Gründen immer beliebter wird.

In diesen beiden Fällen ist die sicherste Vorgehensweise fast identisch. Man muss zuerst herausfinden, auf welchem Niveau sich der/die jeweilige KTN befindet. Man kann sich natürlich im Voraus Gedanken darüber machen, was nach der eigenen Erfahrung zu erwarten ist, aber man darf nicht nur anhand seiner Erfahrung entscheiden. Man muss überprüfen. Hierzu braucht man einen passenden Einstufungstest oder noch besser einen Diagnostiktest, auch wenn dieser schwieriger zu finden bzw. zu erstellen ist. Auf unserer Website finden Sie deshalb unter „Einstufungstests“ eine kleine, aber hilfreiche Sammlung. Einen umfangreichen Einstufungstest gibt es auch auf den ersten Seiten von „Das große deutsche Übungsbuch“.

So hat man also, nach dem jeweiligen Test, ein Resultat in den Händen. Was nun? Man muss dem/der InteressentenIn ganz klar und ehrlich sagen, was der Status quo ist. Was man als bekannt akzeptieren kann und was neu gelernt werden muss. Oft wird der eine oder andere Lernende sagen, er wisse, was sein Niveau sei, er werde parallel zum Unterricht selbst Wiederholungen machen und er wisse auch, dass er nur etwas Zeit brauche, um sich wieder ans Lernen zu gewöhnen. Solche oder ähnliche Äußerungen hören wir als DeutschlehrerInnen oft. Wünsche und Hoffnungen dieser Art sind auch gut, doch sollte sich die eigene Arbeit nicht nur darauf stützen. Deswegen ist es wichtig, den Lernenden die Fakten zu zeigen, ihnen den Stand der Dinge zu erklären und ihnen zu sagen, was getan werden muss.

Meine Regel ist ganz klar: Erreicht der/die Lernende eine Punktzahl, die mir zeigt, dass er/sie mindestens zwei Drittel des Niveaus beherrscht, dann „erlaube“ ich es ihm/ihr, mit dem nächsten Niveau anzufangen. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss das Niveau von Anfang an wiederholt werden. Hierfür braucht man sicher eine gute Sammlung von Werkzeugen:

- Grammatikwiederholung A1-B1: Grammatik Aktiv A1-B1, DUDEN Lern- und Übungsgrammatik DaF

- Grammatikwiederholung ab B1: Γερμανική Γραμματική και Συντακτικό / Die große deutsche Lernergrammatik και Das große deutsche Übungsbuch (A1-C2), Grammatik aktiv B2-C1

- Wortschatzwiederholung A1-B1: DUDEN Wortschatztrainer DaF, Lextra Übungsbuch Grundwortschatz

- Niveauwiederholung A1, A2 oder B1 für Erwachsene: studio [express], Weitblick B1+

- Niveauwiederholung B2 für Erwachsene: Werkstatt B2

- Niveauwiederholung C1 für Erwachsene: Station C1

- Niveauwiederholung für Kinder (A1.1 bis B1): prima plus

Darüber hinaus darf man nie vergessen, was die Erfahrung lehrt. Akzeptiert man, dass der/die Lernende mit den vorhandenen Lücken doch weiterlernt, dann werden diese nur immer größere Probleme mit sich bringen. Aus diesem Grund müssen die Schwächen in den bisher erworbenen Kenntnissen effizient konfrontiert werden.

Natürlich gibt es auch andere Faktoren, die unsere Vorgehensweise beeinflussen, zum Beispiel zeitliche Beschränkungen, geringes Budget usw. Diese Faktoren sind besonders bei Erwachsenen zu respektieren. Einen gewissen Bewegungsraum sollte man bei seinen Entscheidungen ja immer haben. Doch muss man auch „Nein“ sagen können. Als LehrerInnen ist es unsere Pflicht, die KTN auf den Boden der Tatsachen zu holen und mit ihnen mal strenger zu sein. Auf lange Sicht zahlt sich das aber aus.

Wie man so schön sagt: Ich bin nicht reich genug, um billig zu kaufen! Das heißt, um zu riskieren, Zeit und Geld zu verschwenden, indem man nicht den richtigen, sondern den scheinbar angenehmeren Weg wählt, muss man sich das auch wirklich leisten können.

Unsere Aufgabe ist es im Endeffekt unsere KTN didaktisch und menschlich richtig zu behandeln, ihnen den richtigen Weg zu zeigen und vor der eigenen schlechten Entscheidung zu bewahren. Sie sind keine bloßen Kunden, die wir auf jeden Fall zufriedenstellen müssen. Das dürfen wir als Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen nie vergessen.

 

Immer mehr, immer besser!

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