Kostenloser Versand in Griechenland für Bestellungen ab € 20

cart icon
0
 x 

Ihr Warenkorb ist noch leer.
DE

5 Minuten DaF

Das kennen alle: man steht vor einer wichtigen Prüfung und einem geht es schlecht, man schwitzt, die Hände zittern oder man hat Bauchschmerzen. Man hat Lampenfieber oder Prüfungsangst und dann passiert während der Prüfung, das was man am wenigsten wollte: man hat einen Blackout, man kann nicht denken, man vergisst alles, man erinnert sich an nichts mehr. Bei einem Blackout entsteht eine Überlastung durch die vielen Informationen, sodass das „System“ abstürzt, genau wie es bei einem Computer passiert.

 

von Marialena Krämer

 

 

 

 5minDaF LOGO1

 

Diese Situation mit der Prüfungsangst trifft natürlich auch auf die DaF-Prüfungen der jeweiligen Niveaus zu. Es gibt immer Kandidaten٭innen, die zu aufgeregt vor einer Prüfung sind, und nach dem Ende der Prüfung sich darüber beschweren, dass sie sich vor lauter Stress nicht konzentrieren und sich an nichts mehr erinnern konnten.

Dass man vor einer Prüfung nervös ist, das ist normal, unabhängig davon, ob man Kind, Jugendlicher oder Erwachsener ist. Und bis zu einem gewissen Grad ist dieser Stress auch leistungsfördernd, denn das Adrenalin und Kortisol (Stresshormon) im Blut steigern die Denkleistung. Aber bei manchen Menschen ist die Angst vor den Prüfungen und die damit verbundene Furcht vor der Bewertung so ausgeprägt, dass sie sich fast nicht hin trauen. Vor allem vor der mündlichen Prüfung fürchten sich viele mehr, weil sie denken, sie werden versagen und sich somit vor den anderen blamieren.

Diese Angst hindert durchaus die Prüflinge daran, ihr Wissen und ihr Können zu zeigen. Es kann also sein, dass sie das Gefragte eigentlich wissen, aber in dem Moment wird der Zugriff auf dieses Wissen leider blockiert. Dieser Zustand kann Selbstzweifel und Mutlosigkeit auslösen.

Es gibt vielfältige Gründe, aus denen Prüfungsangst entsteht, allen voran aufgrund einer schlechten Erfahrung. Wenn man sich schon einmal vor einem Bekannten, Freund oder Klassenkameraden blamiert hat oder bei einem Test bzw. einer Prüfung versagt hat, dann ist das ein Misserfolg und demzufolge fürchtet man sich davor in Zukunft eine ähnliche Lage nochmal durchleben zu müssen. Selbstzweifel und mangelndes Selbstvertrauen können ebenfalls Gründe für diese Angst sein. Auch Perfektionismus kann zu Prüfungsangst führen. Oft haben die Kandidaten٭innen zu hohe Ansprüche an sich selbst und wollen eine bestmögliche Leistung vorzeigen. Manchmal können diese Ansprüche auch von außen kommen, wenn es sich bei den Kandidaten٭innen um Kinder handelt. Aber das erhöht dann den Erwartungsdruck und dementsprechend auch die Nervosität vor den Prüfungen.

Hier eine kleine Checkliste, um zu sehen, ob man an Prüfungsangst leidet:

  • Schläft man schlecht vor der Prüfung?
  • Denkt man schon in der Prüfungsvorbereitungsphase an einen möglichen schlechten Ausgang?
  • Vermeidet man es, zu lernen oder sucht man absichtlich Ablenkung?
  • Erscheint einem der Lernstoff zu viel und fühlt man sich überfordert?
  • Möchte man auch in der Klasse nichts vortragen, obwohl man die anderen kennt?
  • Ist es ein Versagen, wenn man die Prüfung nicht besteht?
  • Hatte man schon einmal einen Blackout?
  • Bei Kindern und Jugendlichen: glauben sie, wenn sie eine schlechte Note bekommen, dass ihre Eltern böse oder enttäuscht sind?

Was kann man aber gegen die Prüfungsangst machen? Hier ein paar Tipps und Ratschläge, was man vor und während der Prüfungen ausprobieren kann, um mit der Angst besser umzugehen.

  • Eine ruhige und angenehme Lernumgebung ist wichtig, sodass sich die Lernenden wohlfühlen und sich ohne Nervosität auf die Prüfung vorbereiten können. In einem aufgeräumten Zimmer, an einem ordentlichen Schreibtisch und auf einem bequemen Schreibtischstuhl zu lernen, fördert die Konzentration und die Leistungsfähigkeit und trägt dazu bei, dass man besser vorbereitet und mit weniger Stressgefühle zur Prüfung geht.
  • Oft fühlt man sich allein mit der Prüfungsangst und glaubt, dass die anderen immer ruhig und gelassen sind, aber man selbst diese Gelassenheit nicht erreichen kann. So ist es aber nicht: man sollte mal bei seinen Eltern und Freunden nachfragen, wie sie sich vor einer Prüfung fühlen. Dann wird man sicher feststellen, dass man doch nicht allein mit seiner Angst ist. Diese Bewusstmachung senkt das eigene Stresslevel. Zur Bewusstmachung hilft auch die Ängste aufzuschreiben, damit man Schwarz auf Weiß sieht, was einem wirklich Angst macht.
  • Ebenfalls kann man die Situation – vor allem der mündlichen Prüfung – auch zu Hause üben, denn „Übung macht den Meister“. Man kann allein vor einem Spiegel, mit Freunden oder mit der Familie die Prüfungssituation proben, weil je häufiger man diese Situation erlebt, desto mehr Routine bekommt man.
  • Was auf keinen Fall fehlen darf, ist eine richtige Prüfungsvorbereitung. Es ist besser das Lernen in letzter Sekunde zu vermeiden, denn sonst entwickelt sich das Gefühl, dass man noch nicht genügend weiß und demzufolge wird mehr Stress aufgebaut. Man sollte sich seinen Lernstoff richtig einteilen, rechtzeitig anfangen und kurz vor der Prüfung nicht noch eine ganze Liste mit Nomen-Verb-Verbindungen oder Wortschatz lernen wollen. Kleine Lernportionen schafft man leichter als Angehäuftes, das man vor sich hinschiebt.
  • Am Tag der Prüfung sollte man nicht mit leerem Magen aus dem Haus gehen, sondern etwas Leichtes und Gesundes frühstücken, sodass das Gehirn mit Nährstoffen versorgt ist. Auch sollte man rechtzeitig von zu Hause weggehen, um pünktlich am Prüfungsort anzukommen und sich nicht darüber zu stressen, dass man sich vielleicht auf dem Weg dorthin verspätet.
  • Sitzt man dann im Prüfungsraum, sollte man in den Modulen Lesen und Schreiben mit jenen Aufgaben beginnen, die einem am leichtesten fallen, das verursacht dann das positive Gefühl, dass die Prüfung gut anfängt und so kann man auch die üblichen Fragen zuversichtlich anpacken. Da man das Prüfungsformat bereits aus der Vorbereitung kennt, weiß man, welche Teile bzw. Aufgaben man leichter lösen kann. Doch sollte man es vermeiden, vor allem beim Lesen, zwischen den Teilen hin und her zu hüpfen, denn das versursacht den Eindruck, dass man nicht wirklich mit einem Teil fertig wird. So kann man leicht den Überblick verlieren, was den Stress verstärkt und das Denken blockiert.
  • Es ist wichtig während der Prüfung einen Blick auf die Uhr zu werfen, um nicht in Zeitnot zu geraten und zu wissen, wie viel Zeit übrigbleibt, aber man darf sich nicht zu sehr mit der Zeit stressen und versuchen alle Aufgaben so schnell wie möglich zu bearbeiten, nur um einfach fertig zu werden. Bei einer guten Prüfungsvorbereitung hat man bereits gelernt, wie lange man für jeden Teil zur Verfügung hat und wie lange man individuell für jeden Teil braucht, also kann man sich seine Zeit so einteilen, dass man alle Fragen relativ stressfrei bearbeiten kann.
  • Jedoch kann es trotzdem vorkommen, dass man einen Blackout bekommt, wenn man feststellt „Oh mir fällt Nichts ein!“ oder „Och Mensch, das ist zu schwer, das schaffe ich nicht!“ In so einem Fall sollte man seine Prüfungsunterlagen kurz zur Seite legen und sich bewusst ein zwei Minuten Zeit nehmen, tief durchatmen, aus dem Fenster sehen oder sich in der Klasse umschauen, um die Angst irgendwie in den Griff zu bekommen. Man kann sich selbst beruhigen, wenn man sich denkt, dass es in Ordnung ist, Angst zu haben und dass man auch mit der Angst die Prüfung schreiben kann.

Im Allgemeinen wäre es besser, die Angst und den Stress als Teil der Prüfungen anzunehmen und sich davon so wenig wie möglich beeinflussen zu lassen, vor allem, wenn man weiß, dass man ein٭e Schüler٭in ist, der٭die sich sowieso stressen wird. Anstatt sich zu denken „Oh nein, schon wieder eine Prüfung, ich will nicht hin, ich habe Angst davor“, sollte man seine Nervosität akzeptieren, denn sonst bringt der eine Stressgedanke den nächsten und verstärkt somit die Prüfungsangst. Auch sollte man aufhören, darüber nachzudenken, was alles schieflaufen kann und sich daran zu erinnern, bei welcher Prüfung bzw. bei welchem Test man gut abgeschnitten hatte und an diesen Gedanken festzuhalten.

Für eine perfekte Prüfungsvorbereitung schlagen wir Ihnen folgende Prüfungsvorbereitungsbücher vor:

Arena A1

Arena A2

Arena B1

Arena ÖSD B2/J

Werkstatt B1

Werkstatt B2

Station C1

EndStation C2

Prüfungstraining Start Deutsch 1

Prüfungstraining Goethe-Zertifikat A2

Prüfungstraining Goethe-/ÖSD-Zertifikat B1

Prüfungstraining Goethe-Zertifikat B2

Prüfungstraining Goethe-Zertifikat C1

Prüfungstraining DSD I

Prüfungstraining DSD II

Prüfungstraining DSH

Prüfungstraining TestDaF

ÖSD Übungsmaterialien KID A1

ÖSD Übungsmaterialien KID A2

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat A1

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat A2

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat B2

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat B2/J

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat C1 Band 1

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat C1 Band 2

ÖSD Übungsmaterialien Zertifikat C2

Wir wünschen allen viel Erfolg bei den Prüfungen!

Immer mehr, immer besser!

auch interessant

9789608261747
Deutsche Grammatik und Syntax
Deutsche Grammatik & Syntax
ISBN:978-960-8261-74-7
26,00 €
9789608261662
Werkstatt B1: Lehrbuch
Werkstatt (B1, B2)
ISBN:978-960-8261-66-2
26,92 €
9789608261730
Arena A2
Arena (A1, A2, B1, B2)
ISBN:978-960-8261-73-0
26,92 €
9783902440846
ZB2/J (Zertifikat B2 / Jugendliche) Übungsmaterialien
Übungsmaterialien
ISBN:978-3-902440-84-6
19,71 €

Ihr Konto als „LehrerIn“ wird innerhalb eines Tages aktiviert, nachdem Ihre Daten in unserer Kundenliste überprüft sind. Wenn Sie uns nicht schon Ihre Lehrerlaubnis oder Ihr Germanistikdiplom zugeschickt haben, laden Sie es hier hoch oder schicken Sie es an info@praxis.gr.

Die Aktivierung des Kontos „Fremdsprachenschule“ findet innerhalb eines Tages statt, nachdem Ihre Daten in unserer Kundenliste überprüft sind.